Deutsche Gesellschaft für Alternsforschung, DGfA e.V.

Kontakt:
Prof. Björn Schumacher
CECAD Forschungszentrum
Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Str. 26
D-50931 Köln
bjoern.schumacher[at]uni-koeln.de
www.schumacher-lab.cecad.uni-koeln.de

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Deutsche Gesellschaft für Alternsforschung e.V. (DGfA)

Herzlich Willkommen!

Die DGfA wurde im Februar vor 20 Jahren gegründet und ist insbesondere der Grundlagenforschung in der Alterungsforschung verpflichtet. Die DGfA setzt sich für die Förderung der Alterungsforschung in Deutschland ein. Das Hauptziel der DGfA ist es Grundlagenforscher und klinische Forscher im Bereich der Alterungsforschung zusammenzubringen. Ein Verständnis der biologischen Grundlagen der Alterung könnte langfristig zur Verbesserung der Diagnostik im Rahmen von Alterungs-assoziierten Erkrankungen und Krankheitszuständen führen und die Entwicklung neuer, molekularer Therapien zur Behandlung solcher Erkrankungen eröffnen.


Ohne Sieg über die Krankheiten des Alterns hat unsere Gesellschaft keine Zukunft: Therapien müssen beim Altern selbst ansetzen

Thesenpapier der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung (DGfA) zu Perspektiven der alternden Gesellschaft

Die Verdoppelung der Lebenserwartung in den vergangenen 150 Jahren kann als eine der wohl großartigsten Leistungen unserer Zivilisation angesehen werden. Allerdings verschärft sich mit weiterhin steigender Lebenserwartung zusehends der demographische Wandel, und schon bald wird ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland über 65 Jahre alt sein. Hohes Alter ist aber unweigerlich mit z.T. schwerwiegenden Krankheiten verbunden. So leidet mehr als die Hälfte der über 65-jährigen an Multimorbidität, d.h. es liegen zwei oder mehrere chronische Krankheiten gleichzeitig vor. Ein erheblicher Teil der gesellschaftlichen Ressourcen muss auf Behandlung und Pflege älterer Menschen verwendet werden. Das Risiko an Demenz zu leiden liegt ab dem 85. Lebensjahr zum Beispiel bei etwa 40%, also ist fast jede zweite Person davon betroffen. Für die Zukunft unserer Gesellschaft ist es daher unabdingbar, dass altersbedingte Krankheiten nachhaltig gezähmt werden. Dies ist eine enorme wissenschaftliche und medizinische Herausforderung. Die aktuelle Debatte um die Rente in Bezug auf den demographischen Wandel greift daher leider viel zu kurz. Altersbedingte Krankheiten sind das eigentliche Pulverfass, das es zu entschärfen gilt. Denn nur wenn die gesundheitlichen Probleme des Alterns gelöst werden, kann die Zeit des gesunden Alterns verlängert und gesellschaftliche Teilhabe weiterhin möglich sein. Rasante Fortschritte in der Alternsforschung geben Anlass zu Hoffnung, dass gesundes Altern gelingen kann und altersbedingte Krankheiten verhindert werden können. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, sind heute massive Investitionen in die biomedizinische Alternsforschung unabdingbar.

  1. Die steigende Lebenserwartung bringt einen starken Anstieg altersbedingter Krankheiten wie Demenz, Herz-Kreislauferkrankungen, Typ 2 Diabetes, Immunschwäche, chronisches Nierenleiden, Krebs und Osteoporose mit sich.
  2. Die gemeinsame Ursache altersbedingter Krankheiten liegt vor allem im Alterungsprozess selbst. Vorbeugende Behandlungen müssen daher bei Alterung an sich ansetzen, um erfolgreich die gesunde Lebenspanne verlängern zu können.
  3. Biomedizinsche Alternsforschung ist daher die Schlüsselqualifikation für gesundes Altern und für eine verlängerte gesellschaftlicher Partizipation im Alter.
  4. Ein erheblicher Teil der besonders langlebigen Hundertjährigen bleibt von altersbedingten Krankheiten verschont. Gesundes Altern ohne schwerwiegende Krankheiten ist also durchaus möglich.
  5. Lebensstil und Ernährung können die Gesundheit im Alter deutlich verbessern und altersbedingte Krankheiten verzögern –und sie sind auch noch in hohem Alter wirksam. Demographische Studien haben gezeigt, dass gerade ärmere Bevölkerungsteile früher sterben und besonders früh altersbedingte Krankheiten entwickeln. Gerade hier kann ein gesünderer Lebenswandel einen enormen Effekt auf die Gesundheit im Alter haben. Diese Maßnahmen können Risikofaktoren mindern und Krankheiten verzögern.
  6. Die moderne Alternsforschung hat mittlerweile genetische Programme und pharmakologische Interventionen entdeckt, die den Alterungsprozess steuern und damit verzögern können. Beschädigungen von unterschiedlichen Körperzellen treiben den Alterungsprozess voran. Reparatursysteme können solche Schäden beheben und genetische Langlebigkeitsprogramme können die lebenswichtigen Körperfunktionen erhalten.
  7. Diese Programme, die den Alterungsprozess regulieren, bieten Ziele für vorbeugende Therapien. Die Bekämpfung altersbedingter Krankheiten muss ein zentrales Anliegen der biomedizinischen und pharmazeutischen Forschung sein. Verschiedenste Therapiearten müssen zusammenwirken, um einen nachhaltige Erhaltung der Gesundheit im Alter zu erreichen. Die Verhinderung der Multimorbidität muss dabei klinisches Therapieziel sein.
  8. Die biologische Alternsforschung ist jünger als der demographische Wandel. Signifikante Investitionen in die biomedizinische Alternsforschung sind essentiell, um gesundes Altern ermöglichen zu können. Die logistischen und finanziellen Erfordernisse einer chronisch kranken, alternden Gesellschaft übertreffen die notwendigen und überfälligen Forschungsinvestitionen um ein Vielfaches.

Prof. Dr. Björn Schumacher, Universität zu Köln, bjoern.schumacher[at]uni-koeln.de
Präsident
Prof. Dr. Michael Ristow, ETH Zürich, michael-ristow[at]ethz.ch
Vizepräsident
Prof. Dr. Hartmut Geiger, Universität Ulm, hartmut.geiger[at]uni-ulm.de
Generalsekretär

Die DGfA ist die Fachgesellschaft für biologische und medizinische Alternsforschung in Deutschland. Details über http://alternsforschung.org

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Alternsforschung (DGfA)
Der Präsident
c/o Institut für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung
Medizinische Fakultät
Universität zu Köln
CECAD Forschungszentrum
Joseph-Stelzmann-Str. 26
50931 Köln
Tel: 0221-47884203
Fax: 0221-47884204

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Aktuelle Jahrestagung

DGfA Jahrestagung 2016 findet am 2. und 3. Dezember in Ulm statt

Mit grosser Freude kündigen wir die nächste Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft fuer Alternsforschung (DGfA) an, die 2016 in Ulm stattfinden wird. Die DGfA Jahrestagung hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Tagungen in der Grundlagenforschung des Alterns entwickelt. Die Jahrestagung steht allen Wissenschaftlern, die sich mit biologischer und medizinischer Alternsforschung beschäftigen offen.

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Der Präsident der DGfA beim ARD alpha-Forum

04.10.2016, 19:00 Uhr, ARD-alpha, 12 Min.
Hier anschauen

10.02.2016, 20:15 Uhr, ARD-alpha 43 Min.
Hier anschauen

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